Wenn es dem Esel zu wohl wird…

By | 19. Mai 2015

Der Volksmund behauptet, dann gehe er aufs Glatteis.

Da sich gestern das Wetter aber eher nach Vanilleeis und Sonnenbrand anfühlte, setzte ich mich aufs Mountainbike anstatt nach einem zugefrorenen See zu suchen. Und ich würde hier nicht darüber schreiben, wenn alles so gelaufen wäre, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Schon auf dem Weg an die Isar bemerkte ich, dass die Schaltung an dem geliehenen Bike nicht so funktioniert wie sie sollte. Am vorderen Umwerfer streift die Kette, beim Schalten rutscht die Kette vom kleinsten Kettenblatt nach innen und oben beinahe nach außen auf die Kurbel. Das Schaltwerk hinten passte zum größten Teil.

Aber man wäre ja kein ordentlicher Rikschafahrer, wenn man nicht immer das nötige Werkzeug in der Tasche hätte um die Schaltung einzustellen. Dachte ich. Für die Ebene reichten meine Schrauberkünste dann auch aus.
Gerade dann im Gelände angekommen sprang mir die erste Sprungmöglichkeit in den Blick. Eine schöne Welle im Boden, ca. 10m vor mir, ungefähr 50cm hoch und eine schiefe Ebene (1m lang) wie ich sie eher im Physikbuch als auf einem Trail erwartet hätte. Und dahinter nichts, was einer schönen Landung im Weg hättte sein können. Also Idiotensicher und genau das Richtige für einen Anfänger wie mich, der noch keine fünf mal auf einem vollgefederten Mountainbike mit über 120mm Federweg an jedem Rad gesessen ist. Damit es mit dem Sprung auch was wird, also nochmal richtig kräftig in die Pedale getreten wie ich es auch auf der Rikscha nur selten mache: rechtes Bein, linkes Bein- KRACH!!!
Dort hatte ich dann offenbar die Grenze meiner improvisierten Schrauberkünste überschritten.
Anstatts meines erwarteten Sprungs muss dann in genau in dem Moment mit der höchsten Kraft auf dem Pedal die Kette vom mittleren Kettenblatt gesprungen sein. Mit der Folge, dass ich vom Pedal abrutschte, den Lenker verriss und irgendwie mit dem Fahrrad verwoben AUF dem Absprung zum liegen komme.

Gäbe es ein Video davon, das wäre ein Renner auf Youtube. Die Fußgängerin die alles im Blick hatte stand jedenfalls kreidebleich neben mir und wollte nicht glaubnen, dass alles ok ist.

Hier noch ein paar Bilder von der Geschichte. Bilder von mir erspare ich Euch.

Den restlichen Abend verbrachte ich in der Notaufnahme, wo mein Knie mit 6 Stichen genäht wurde. Das Kniegelenk mit allem Zubehör blieb zum Glück unbeschädigt. Außer einer Woch Schmerzen und einer Narbe blieb der Unfall für mich folgenlos.

Hier ist es pasiert

Blick zurück auf die “Unfallstelle”

Der verdrehte Lenker war noch das kleinste Problem.

Der verdrehte Lenker war noch das kleinste Problem.

Bei dem Laufrad war nichts mehr zu machen.

Bei dem Laufrad war nichts mehr zu machen.

Mit wenig Phantasie zu erkennen; warum "ein Rad einen 8er hat"

Mit wenig Phantasie zu erkennen; warum “ein Rad einen 8er hat”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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